Naturheilpraktiker Ausbildung

Die Naturheilpraktiker Ausbildung mit Diplomabschluss verschafft den Absolventen die Fachkompetenz zum Führen einer eigenständigen Naturheilpraxis oder für die Anstellung in einer Gesundheitsinstitution, zu deren Angeboten die Natur- und Komplementärmedizin gehören. Insgesamt reiht sich diese Ausbildung in ein Grundlagenpaket der drei Medizinarten Schul-, Natur- und Präventivmedizin ein, wobei letztere integriert wird.

Kompetenzerwerb während der Naturheilpraktiker Ausbildung
Zur Naturheilpraktiker Ausbildung TEN = Traditionelle Europäische Naturheilkunde gehört auch die manuelle Therapie. Mit dem verliehenen Diplom können die AbsolventInnen die Krankenkassen- und Praxiszulassung erlangen. Sie verfügen nach Abschluss der Ausbildung über vertieftes Fachwissen in

  • medizinischen Grundlagen,
  • Natur- und Komplementärmedizin,
  • Präventivmedizin,
  • Gesundheitsförderung,
  • Erste Hilfe,
  • Patientenanamnesen und diagnostische Untersuchungsmethoden sowie
  • phytotherapeutische Medikamente.

Auch die homöopathische Anamnese gehört zur Ausbildung, bei welcher die NaturheilpraktikerInnen Symptome repertorisieren und eine Behandlung optimal begleiten können. Behandlungsformen sind unter anderem die Ganzkörper-Rücken-Nackenmassage, die Bindegewebsmassage, eine Lymphdrainage sowie die Fussreflexzonenmassage. Neben dem Führen einer eigenen Praxis für Naturheilkunde führen viele der AbsolventInnen später Ernährungsberatungen an kranken und gesunden Personen durch, kooperieren mit Apotheken, Arztpraxen, Drogerien, anderen Naturheilpraxen und Kurhäusern und lassen sich bei der EMR, SPAK, ASCA und EGK registrieren.

Schulmedizinische Inhalte der Ausbildung
Im Rahmen der Grundlagenausbildung erwerben die TeilnehmerInnen medizinische Grundkenntnisse. Im Fach Anatomie lernen sie grundsätzlich, wie Organismen aufgebaut sind und welche Gestalt, Struktur und Lage die menschlichen Körperteile, Organe und Gewebe haben. Die Physiologie befasst sich mit den biochemischen und physikalischen Zellvorgängen, die Pathologie und Krankheitslehre mit krankhaft verändertem Gewebe, die Pharmakologie mit der Verabreichung von Medikamenten. Auch Psychologie und Gesprächsführung gehören zur Grundlagenausbildung. Diese Inhalte zielen auf das Fachgebiet des psychotherapeutischen Heilpraktikers, der über die sozialrechtlich anerkannten Verfahren hinaus auch mit integrativer Psychotherapie ein auf individuelle Patientenbedürfnisse abgestimmtes Therapieangebot unterbreiten kann. Diese Vorgehensweise folgt den jüngsten Erkenntnissen der Psychotherapieforschung: Es ist oft sinnvoll, aus verschiedenen Therapieverfahren gezielt einige Interventionen herauszunehmen, welche den größtmöglichen Nutzen versprechen.

Erfahrungsmedizinische Naturheilpraktiker Ausbildung
Aus dem erfahrungsmedizinischen Bereich werden Erkenntnisse der Phytotherapie und Pflanzenheilkunde vermittelt, die den Nutzen der Anwendung von Heilpflanzen beinhalten. Die klassische Homöopathie ist ein weiteres Fachgebiet, dessen Anwendungen von PatientInnen in einer Naturheilpraxis sehr stark nachgefragt werden. Die Diätetik und Ernährungsberatung setzt auf die Umstellung der Ernährung für Heilungsprozesse. Bei der Hydro- und Kneipptherapie kommt Wasser für die Behandlung chronischer oder akuter Beschwerden zum Einsatz. Diese Therapieformen können auch zur Stabilisierung der Körperfunktionen eingesetzt werden, des Weiteren zur Vorbeugung und zur Regeneration/Rehabilitation. Vorrangig die Temperaturreize des Wassers haben einen hohen therapeutischen Nutzen, wobei Wasser als Eis, kaltes oder warmes Wasser sowie als Dampf eingesetzt wird. Nicht zuletzt gehören zur erfahrungsmedizinischen Naturheilpraktiker Ausbildung Ausleitungsverfahren, die Lymphdrainage, die Elektrotherapie und die Bindegewebsmassage.

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